Woher unsere Erfahrung kommt
Die Praxisleitung hat an einem psychiatrischen Krankenhaus über Jahre eine Station für interkulturelle Psychiatrie mitgestaltet und geleitet. Weil die dort behandelten Patientinnen und Patienten überwiegend komplexe Traumafolgestörungen und dissoziative Symptome zeigten, ist daraus eine Station für komplexe Traumafolgestörungen und dissoziative Störungen entstanden.
Diese Erfahrung ist der Grund, warum wir dissoziative Störungen nicht am Rand mitbehandeln, sondern als eigenen Schwerpunkt führen. Dazu gehört, schwere dissoziative Störungen von leichteren Formen, von Persönlichkeitsstörungen und von psychotischen Erkrankungen zu unterscheiden. Diese Abgrenzung entscheidet über die Behandlung.
Womit wir untersuchen
Wir arbeiten mit strukturierten und standardisierten Verfahren, nicht mit dem klinischen Eindruck allein. Dazu gehören ein strukturiertes Interview zur Erfassung dissoziativer Störungen, ein diagnostisches Interview für dissoziative Störungen sowie Fragebogenverfahren zur Selbstauskunft. Die Auswahl richtet sich nach Ihrer Fragestellung.
Die Untersuchung umfasst mehrere Termine über mehrere Wochen. Wir nehmen uns diese Zeit, weil dissoziative Symptome sich nicht in einer einzelnen Untersuchung erfassen lassen und weil Stabilität vor Vollständigkeit geht.
Was Sie am Ende erhalten
Wir begründen den Befund nachvollziehbar und bereiten ihn für die Vorlage bei Behörden, Versicherungen und Gerichten auf. Dies gehört zum regulären Umfang der Untersuchung.
Für wen diese Untersuchung gedacht ist
Menschen, die Zeitlücken, Erinnerungsverlust oder das Gefühl erleben, neben sich zu stehen, ohne dass es dafür bisher eine Erklärung gibt
Menschen, die seit Jahren in Behandlung sind, bei denen die bisherige Diagnose die Beschwerden aber nicht vollständig erklärt
Menschen, die eine bestehende Diagnose fachlich überprüfen lassen wollen
Menschen, die einen belastbaren Befund für ein Verfahren oder eine Antragstellung benötigen
Zuweisende Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeutinnen, die eine spezialisierte Abklärung veranlassen möchten
Behutsames Vorgehen
Traumadiagnostik braucht Sicherheit: Wir arbeiten in Ihrem Tempo, erklären jeden Schritt vorab und vermeiden unnötige Detailexploration belastender Ereignisse. Stabilität geht vor Vollständigkeit.
Ihr erster Kontakt: schriftlich oder telefonisch
Schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder vereinbaren Sie ein kostenfreies telefonisches Orientierungsgespräch. Wir klären Ihre Fragestellung, den Ablauf und die Kosten, bevor Sie sich entscheiden. Beide Wege stehen Ihnen gleichermaßen offen.
Die erste Untersuchung findet spätestens eine Woche nach Ihrer schriftlichen Kostenbestätigung statt. Den Termin für den Befundbericht nennen wir Ihnen vor Beginn verbindlich.
Bundesweite Untersuchung, weitgehend online
Wir untersuchen bundesweit und weitgehend über einen zertifizierten Videodienst. Die eingesetzten Instrumente sind für dieses Vorgehen ausgewählt und angepasst, einschließlich der Verhaltensbeobachtung. Nur in einzelnen Konstellationen ist ein Termin in unserer Praxis in Großhansdorf erforderlich. Ob dies bei Ihnen zutrifft, klären wir vor Beginn der Untersuchung.
Warum diese Abklärung Zeit und Sorgfalt braucht
Dissoziative Störungen können über Jahre unerkannt bleiben. Viele Patienten sind bereits in Behandlung, wenn die Frage nach einer dissoziativen Störung erstmals gezielt untersucht wird.
Im Vordergrund können Beschwerden stehen, die einer Depression, Angststörung, bipolaren Störung, Persönlichkeitsstörung oder Psychose zugeordnet werden. Vorliegende Diagnosen können zutreffen, ohne die gesamte Symptomatik zu erklären. Wir prüfen deshalb, welche Befunde die Beschwerden erklären und welche Fragen offenbleiben.
Dissoziative Symptome werden nicht immer von selbst berichtet. Für manche Erfahrungen besteht keine durchgehende Erinnerung. Andere werden aus Scham oder aus Sorge, nicht ernst genommen zu werden, nicht angesprochen. Eine offene Befragung allein kann deshalb wichtige Symptome übersehen. Wir setzen strukturierte Verfahren ein, die gezielt danach fragen, und ordnen die Antworten im Verlauf der Untersuchung ein.
Die ICD-11 hat die Traumafolgestörungen neu geordnet und führt die komplexe posttraumatische Belastungsstörung als eigenständige Diagnose. Vorliegende Befunde bilden diese Unterscheidung nicht immer ab. Ihre Sichtung und fachliche Einordnung gehören deshalb zur Untersuchung.
Wir grenzen posttraumatische und komplexe posttraumatische Belastungsstörungen, dissoziative Identitätsstörungen, partielle dissoziative Identitätsstörungen sowie Depersonalisations- und Derealisationsstörungen voneinander ab. Dabei prüfen wir auch, welche Störungen gleichzeitig vorliegen. Diese differenzierte Abklärung ist die Grundlage des Befundes und der weiteren Behandlung.
Was eine Abklärung kostet
Trauma- und Dissoziationsdiagnostik: 1.950 Euro.
Wir rechnen nach der Gebührenordnung ab. Die genannten Beträge umfassen die Untersuchung, die testpsychologische Auswertung, den schriftlichen Befundbericht und das Ergebnisgespräch. In seltenen Fällen sind zusätzliche Verfahren erforderlich. Wir besprechen dies mit Ihnen, bevor wir sie durchführen. Die Rechnung weicht in keinem Fall um mehr als 20 Prozent vom genannten Betrag ab.
Wir begründen den Befund nachvollziehbar und bereiten ihn für die Vorlage bei Behörden, Versicherungen und Gerichten auf. Dies gehört zum regulären Umfang der Untersuchung.
Wir arbeiten ausschließlich auf Selbstzahlerbasis. Eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich.